Schule

Inhalt

  1. Orientierung
    • … nach der 8. Schulstufe
    • … nach dem Schulabschluss
  2. Probleme in der Schule
    • Mobbing
    • Schulangst
    • „Sitzen bleiben“, und nun?
    • Frühzeitiger Schulabbruch
  3. Was kann ich bei schulischen Problemen tun?
  4. Hilfe und Kontakt
    Links, Büchervorschläge, Geschichten von Betroffenen, Videos

Die Schule ist ein Ort, in der man die meiste Zeit seiner Kindheit und auch seiner Jugend verbringt. Daher kann es auch hier mal zu Situationen kommen, in denen man nicht weiter weiß. Es kann sein, dass man nicht weiß, welchen Weg man nach der 8. Schulstufe oder aber auch nach dem Schulabschluss einschlagen soll. Außerdem können auch einige Probleme bestehen: zum Beispiel, dass man mit Schulangst zu kämpfen hat, eine Klasse wiederholen muss oder auch mit den Gedanken spielt, die Schule frühzeitig abzubrechen. Wir wollen versuchen, euch diesen Themen ein wenig näherzubringen sowie auch aufzuzeigen, wie Schule trotzdem gelingen kann.

1. Orientierung

nach der 8. Schulstufe

Die 8. Schulstufe ist bald vorbei. Aber was passiert danach? Diese Frage stellt sich jeder Schüler mindestens einmal während der gesamten Schulzeit. Und es gibt auch viele Möglichkeiten, weshalb es nicht so einfach sein kann, sich zu entscheiden. Zum einen kann man entweder eine allgemein bildende Schule besuchen oder sich zum anderen für eine berufsbildende Schule entscheiden. Bei allgemein bildenden Schulen in Osttirol handelt es sich zum Beispiel um die Polytechnische Schule, um das Gymnasium oder das Bundesoberstufenrealgymnasium (BORG).

Berufsbildende Schulen sind entweder berufsbildende höhere Schulen wie HAK, HTL, HLW/HF. Man kann sich aber auch für den Besuch einer Berufsschule entscheiden, wenn man einen Lehrberuf beginnen will.

nach dem Schulabschluss

Auch nach dem Schulabschluss fragen sich viele, wie es in Zukunft weitergehen soll. Entscheidet man sich dazu, gleich in die Berufswelt einzusteigen? Oder doch lieber noch ein paar Jahre studieren? Vielleicht wäre ja auch ein Auslandssemester das Richtige?

Nun geht es darum, sich zu entscheiden, wie es weitergeht. Man kann entweder eine Ausbildung anstreben, gleich ins Berufsleben einzusteigen. Dann besteht noch die Möglichkeit auf ein Studium: Weiß man nicht welches Studium das richtige ist, so gibt es zum Beispiel einige Internetseiten bei denen man Tests durchführen kann um herauszufinden, wo die eigenen Fähigkeiten und Interessen liegen und welches Studium dafür angemessen wäre. Außerdem gibt es auch einige Institutionen und Berufsberatungsstellen, an die man sich wenden kann, um das passende Studium oder den passenden weiteren Berufsweg zu finden. Eine weitere Option wäre ein Auslandssemester oder –jahr. Dies kann man eventuell auch noch nach dem Studium machen.

Die Entscheidung, welche weiterführende Schule man besucht oder auch welchen Weg man nach dem Schulabschluss einschlägt, bleibt jedem selbst überlassen. Sieht man sich nicht in der Lage dazu, diese Entscheidung selbst zu treffen, so kann es hilfreich sein, sich mit den Eltern oder mit den Lehrern auszutauschen. Außerdem gibt es auch Beratungsstellen, welche bei der Entscheidung helfen.

2. Probleme in der Schule

Da man eben sehr viel Zeit seiner Jugend in der Schule verbringt, kann es natürlich auch zu Situationen kommen, die einem den Schulalltag erschweren können. Die häufigsten werden hier nun kurz erklärt.

Mobbing

Nicht selten kommt es vor, dass man in der Schule aufgrund der verschiedensten Ursachen geärgert wird. So kann es schon sein, dass man sich unwohl dabei fühlt in die Schule zu gehen, dadurch Schulangst entwickelt und beginnt Stunden zu schwänzen. Hierbei handelt es sich um „Mobbing“ unter Schülern (Link Mobbing?). Bei Mobbing in der Schule geht es meistens darum, Mitschüler aufgrund ihres Aussehens, ihrer Leistungen oder ihres Verhaltens zu schikanieren. Auch nonverbal kann gemobbt werden: Verachtung, Ignoranz oder auch der Ausschluss aus der Klassengemeinschaft können Formen von nonverbalem Mobbing sein. Mobbing kann aber auch von den Lehrern ausgehen, wenn sie zum Beispiel Hilfe verweigern, ständig kritisieren und die Schüler unter Druck setzen oder die Schüler auch verbal beschimpfen. Wichtig ist hier zu wissen, dass Mobbing nur solange funktioniert, bis man es thematisiert und anspricht. Auch wenn es anfangs unangenehm ist und man nicht darüber sprechen will, weil man sich vielleicht dafür schämt, ist es wichtig, anderen die Situation zu schildern, denn nur so kann man das Problem beseitigen.

Schulangst

Wie der Name schon sagt, bedeutet Schulangst, dass man Angst davor hat in die Schule zu gehen. Diese Angst kann auf die unterschiedlichsten Ursachen zurückgehen: entweder aufgrund eines Schulwechsels, anstehender Prüfungen oder auch der Angst vor Bloßstellung vor den Mitschülern in Prüfungssituationen.

Viele haben irgendwann schon einmal Prüfungsangst verspürt: zum Beispiel das komische Gefühl im Magen, wenn am nächsten Tag eine Schularbeit oder ein Test ansteht. „Habe ich mich gut genug vorbereitet?“, „Was passiert, wenn ich es nicht schaffe?“ Bei manchen ist diese Angst jedoch so stark, dass Symptome wie Zittern, Schweißaufbrüche, Übelkeit oder auch Schwindel an der Tagesordnung stehen, wenn ihnen eine Prüfung bevorsteht. Wie bei der Prüfungsangst ist es auch bei Schulangst: manche Kinder/Jugendliche fühlen sich genauso, wenn es darum geht, nur in die Schule zu gehen. Oft ist diese Angst vor dem Schulbesuch so groß, dass es zum Schwänzen oder sogar zum frühzeitigen Abbruch kommen kann.

Leidet man unter Schulangst, so ist es auch hier sehr wichtig, offen mit jemandem über die Situation sprechen. Es kann sehr hilfreich sein, sich in jedem Fall mitzuteilen. Oft entwickeln die Ansprechpersonen dann ein Verständnis dafür und werden gemeinsam mit dir nach Lösungen suchen. Bei Angst vor den Mitschülern und Mitschülerinnen kann man sowohl mit den Eltern als auch mit den Lehrern darüber sprechen. In diesem Fall handelt es sich auch nicht um petzen! Geht es um den eigenen Schutz, so ist es sogar sehr wichtig, jemandem seine Situation zu schildern.

Sitzen bleiben“, und nun?

Manchmal kann es passieren, dass man ein Schuljahr wiederholen muss. Bei den Betroffenen ist die Enttäuschung natürlich zuerst einmal relativ groß. Oft hat man sich nämlich sehr bemüht und auch viel Zeit investiert, um das Schuljahr doch noch positiv abzuschließen.

Diese Situation ist für viele unangenehm: man kommt in eine neue Klasse, man ist älter als die anderen und man fühlt sich anfangs meist unwohl. Diese Situation muss jedoch nicht immer nur negativ sein: man kann sich noch einmal mit dem schwierigen Stoff befassen und ist dann nach diesem Jahr deutlich besser auf das nächste vorbereitet. Es kann auch sein, dass durch das Wiederholen ein Lehrerwechsel stattfindet und die schwierigen Fächer mit den neuen Lehrern leichter fallen. Auch durch die neue Klasse können viele neue Freundschaften entstehen. Das zusätzliche Schuljahr kann also auch in vielerlei Hinsicht eine Chance für manche Schüler sein. Wichtig ist es nur, herauszufinden, wo die Schwierigkeiten liegen und wie man diese beseitigen kann. Weiß man selbst nicht, woran es liegt, dass das Schuljahr wiederholt werden muss, so kann man sehr wohl mit den Lehrern sprechen, um dies herauszufinden.

Frühzeitiger Schulabbruch

Aufgrund der vorher genannten Probleme aber auch anderer Ursachen kann es sogar zum frühzeitigen Schulabbruch kommen. Hier gibt es wieder unzählige Gründe, die zu einer solchen Entscheidung führen können: Mobbingerfahrungen, schlechte Lehrer-Schüler-Beziehung aber auch mangelnde Motivation können einige dieser Gründe sein. Es müssen jedoch nicht immer nur schulinterne Faktoren eine Rolle für den Schulabbruch spielen: auch Familienkonflikte (Link Patchwork) oder weitere „äußere Faktoren“ können für einen frühzeitigen Abbruch verantwortlich sein.

Es gibt aber einige Möglichkeiten um Abschlüsse nachzuholen: zum Beispiel gibt es Institutionen (auch in Osttirol), die sich darauf spezialisieren, Personen ohne „Schulabschluss“ doch noch einen Abschluss zu ermöglichen. Auch gibt es viele andere Wege, wenn man sich doch noch dazu entscheidet, den versäumten Abschluss nachzuholen.

3. Was kann ich bei schulischen Problemen tun?

Wie bereits oben erwähnt, kann man entweder mit den Eltern oder auch mit den Lehrern sprechen. Oft hat man in solchen Situationen das Gefühl, lieber mit außenstehenden Personen zu sprechen. Auch dann gibt es viele Möglichkeiten: mit anderen Betroffenen oder mit Schulpsychologen. Es gibt außerdem viele Institutionen und Beratungsstellen, die sich mit diesem Thema beschäftigen.

Auch wenn es oft nicht so scheint, kann Schule durchaus gelingen. Es gibt einige Möglichkeiten, die dazu beitragen, den Schulalltag trotz gegebener Hürden gut zu überstehen. So ist es sehr wichtig für das eigene Wohlbefinden in der Schule, wenn man soziale Kontakte innerhalb der Schule hat: sei es eine gute Freundin/ein guter Freund oder aber auch eine ganze Clique.

Hat man Schwierigkeiten mit dem Lernen oder mit Prüfungen, so gibt es viele Lerntipps, welche man entweder im Internet finden kann oder aber über den Austausch mit anderen. Außerdem gibt es auch viele Nachhilfe-Möglichkeiten.

Internetseite Lerntipps: https://www.jugendservice.at/fileadmin/files/jugendservice/B_Broschueren/JS_Broschueren/pdf/JS_Lerntipps_2016-Endversion.pdf

Hilfe und Kontakt

Links, Büchervorschläge, Geschichten von Betroffenen, Videos